Autoversicherung für Fahranfänger
Wie kommt man als Fahranfänger an eine günstige Autoversicherung?
Fahranfänger müssen für die Autoversicherung tief in die Tasche greifen, da das statistische Unfallrisiko höher ist, als bei versierten Fahrern. Die übliche Ersteinstufung erfolgt in die Schadensfreiheitsklasse 0, was einen Beitragssatz von etwa 230% bedeutet. Je nach Versicherung kann der Satz variieren, dennoch übersteigen die Versicherungskosten meist das eigene Budget. In jedem Fall kann sich ein Versicherungsvergleich lohnen. Daneben wirken sich verschiedene Faktoren und Maßnahmen auf die Einstufung aus.
Verschiedene Faktoren beeinflussen die Höhe der Versicherungsbeiträge
Grundsätzlich sollten Fahranfänger keine Vollkaskoversicherung abschließen. Dies macht allerdings nur Sinn, wenn ein Gebrauchtwagen erworben wird, bei dem ein eventueller Unfallschaden nicht derart ins Gewicht fällt wie bei einem Neuwagen. Wird das Fahrzeug vor dem 01.07. eines Jahres versichert, kann im Folgejahr bereits eine günstigere Einstufung erfolgen, sofern in dem dazwischen liegenden Zeitraum kein Versicherungsfall eingetreten ist und keine Punkte in Flensburg eingetragen wurden.
Maßnahmen, die zu einer günstigeren Schadensfreiheitsklasse führen
Wer nach Erhalt des Führerscheines ein anerkanntes Fahrsicherheitstraining absolviert, erhält von einigen Versicherungsträgern eine günstigere Einstufung. Hierbei sollte lediglich kalkuliert werden, ob die Kosten für das Training nicht die Einsparung übersteigen. Auch die Wahl des Fahrzeugmodells kann sich auf die Versicherungsprämie auswirken, da bei einigen Typklassen die statistische Unfallrate niedriger liegt als bei anderen. Sinnvoll kann weiterhin ein Alleinfahrer-Rabatt sein. Wird im Versicherungsvertrag vereinbart, dass ausschließlich der versicherte Fahranfänger als Fahrzeughalter den Wagen fährt, kann sich dies günstig auf die Autoversicherung auswirken.
Zweitwagenregelung und Übertragung des Schadensfreiheitsrabatts
Eine andere Alternative ist die Zweitwagenregelung. Das Fahrzeug kann als Zweitwagen der Eltern versichert werden, was abhängig von deren Tarif zu Einsparungen führt. Später kann der anteilige Schadensfreiheitsrabatt auf den ehemaligen Fahranfänger übertragen werden, welcher im Anschluss eine erste eigene Autoversicherung günstiger abschließen kann. Auch wer im Alter von 17 Jahren den Führerschein gemacht hat und von einem Elternteil beim Fahren begleitet wurde, kann durch Anrechnung des Schadensfreiheitsrabatts für diese Zeit auf Schadensfreiheitsklasse 1-2 mit einem Satz von etwa 140% hoffen. Ebenso können Fahranfänger vorgehen, welche in der Jugend bereits ein Mofa oder Moped gefahren sind und eine entsprechende Fahrpraxis erworben haben. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, sich von Verwandten ersten Grades Schadensfreiheitsrabatt übertragen zu lassen.
Weitere Optionen für Fahranfänger
Einige Versicherungen gewähren weiblichen Fahranfängern eine günstigere Einstufung, da das Unfallrisiko statistisch geringer ist als bei Männern. Auch gibt es Anbieter, welche im Zuge der Kundengewinnung und -bindung die Einstufung bei der Autoversicherung vom Abschluss anderer Verträge abhängig machen. Fahranfänger, welche beispielsweise eine Vorsorgeversicherung mit einer langjährigen Vertragslaufzeit abschließen, erhalten Vergünstigungen bei der Autoversicherung.
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